Inseltraum im Frühling: Warum Rhodos im Mai das perfekte Reiseziel mit Kind ist

Puh, schon lange nichts mehr von mir gehört, oder? Das liegt vor allem an den etwas anderen Reisen, die wir im Moment mit unserem Sohn unternehmen. Wo früher spontane Roadtrips und straffe Sightseeing-Pläne auf der Tagesordnung standen, bestimmt jetzt ein kleiner, neugieriger Weltenbummler unser Tempo. Und ganz ehrlich? Ich liebe diese Art des langsamen Reisens. Unser erstes großes Familienabenteuer in diesem Jahr hat uns nach Griechenland geführt – genauer gesagt nach Rhodos.

Warum wir uns ausgerechnet für diese Insel im Mai entschieden haben und welche Orte ihr mit Kind auf keinen Fall verpassen dürft, erzähle ich euch heute.

Warum Rhodos im Mai?

Wenn man mit einem Kleinkind reist, verschieben sich die Prioritäten. Die flirrende Hitze im Juli oder August wollten wir unserem Sohn (und unseren eigenen Nerven) auf keinen Fall antun und trotzdem bietet Rhodos um diese Jahreszeit schon angenehme Temperaturen, um im Meer zu baden, wobei das Wasser mit knapp 20 Grad noch recht kühl ist.

​Der Mai ist für Rhodos ein absoluter Geheimtipp für Familien:

  • Angenehme Temperaturen: Mit durchschnittlich 24 Grad ist es warm genug für Eis und T-Shirts, aber kühl genug für entspannte Ausflüge ohne Hitzestau.
  • Leere Strände und Gassen: Die großen Touristenströme lassen noch auf sich warten. Das bedeutet: Platz zum Rennen für die Kleinen und weniger Stress für die Eltern. Vor allem wenn man eher am Nachmittag in die Städte aufbricht sind die meisten Touristen schon wieder auf den Weg ins Hotel oder zurück auf dem Kreuzfahrtschiff.
  • Blühende Natur: Die Insel zeigt sich von ihrer grünsten Seite, bevor die Sommersonne die Landschaft in ein trockenes Gold taucht.

Rhodos Stadt: Ritterspiele und unglaubliche Stadtmauern

Unser erstes großes Highlight war Rhodos Stadt. Wenn man durch die Tore der Altstadt tritt, fühlt man sich augenblicklich in der Zeit zurückversetzt. Die Altstadt ist komplett von einer unglaublichen, mittelalterlichen Stadtmauer umgeben – ein echtes UNESCO-Weltkulturerbe.

​Für Kinder ist das hier ein riesiger Abenteuerspielplatz (auch wenn man als Eltern natürlich ein Auge darauf haben muss, wo der Nachwuchs hinklettert). Die massiven Steinmauern, der tiefe Burggraben und der Großmeisterpalast laden dazu ein, kleine Ritter- und Prinzessinnengeschichten zu erfinden.

Tipp für Eltern: Die Altstadt ist größtenteils autofrei, was super entspannt ist. Das Pflaster (die berühmten Kieselstein-Mosaike) kann für Reisebuggys mit kleinen Rädern allerdings etwas holprig sein. Ein Buggy mit guter Federung oder eine Trage sind hier Gold wert!

Lindos: Die weiße Perle im Süden

Wer einen Mietwagen hat, sollte unbedingt in den Süden der Insel fahren, wenn man nicht so wie wir bereits dort in der Nähe das Hotel hat. Das Ziel: Lindos. Schon wenn man von der Küstenstraße hinabblickt, raubt einem der Anblick den Atem. Weiße, würfelförmige Häuser schmiegen sich an den Fels, umrahmt vom tiefblauen Meer.

Lindos ist berühmt für seine engen, labyrinthartigen Gassen. Hier zu schlendern, sich ein bisschen zu verlaufen und an kleinen Boutiquen und gemütlichen Tavernen vorbeizukommen, ist Urlaub pur. Auch hier fahren keine Autos, was den Spaziergang mit Kind unglaublich entspannt macht, jedoch sollte man Bedenken, dass auch hier der Buggy in den engen Gassen Recht viel Platz braucht.

Eines der Highlights thront majestätisch über der Stadt: die Akropolis von Lindos. Das Wahrzeichen des malerischen Örtchen ist fast von jedem Straßeneck aus zu sehen, nur die unzähligen Stufen hinauf auf das Plateau haben wir uns mit unserem kleinen Sohn gespart.

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