Fuerteventura – dem Winter entfliehen

Wir starten unser Abenteuer „Fuerteventura“ mit dem Mietauto Richtung Norden, genauer gesagt nach Corralejo. Auf dem Weg dorthin darf man auf keinen Fall die Schnellstraße im Landesinneren benützen, sondern sollte gemütlich am Meer entlang fahren. Nur so kann man bei den unzähligen, teils kilometerlangen, Sandstränden Halt machen und das größte Dünengebiet der Kanaren im Naturpark Corralejo besichtigen.

Von Corralejo führt ein Schotterweg 20 Kilometer der Küste entlang bis El Cotillo. Hier ist es von Vorteil, wenn man bei der Auswahl des Mietautos so einen Weg bereits in Betracht gezogen und gleich ein höheres Auto gebucht hat. Die Fahrt auf der zugegebenermaßen recht holprigen Piste zahlt sich aber auf jeden Fall aus. Neben dem Popcorn Beach liegen auf dieser Route auch zahlreiche Buchten für Surfer und Sonnenanbeter. Vom El Toston Leuchtturm hat man schlussendlich einen wunderbaren Blick zurück auf die Küste, die man zuvor entlang gefahren ist. Ein paar Minuten mit dem Auto weiter der Küste entlang liegt direkt hinter dem beschaulichen Fischerdorf El Cotillo der mitunter schönste Strand der Insel. Der Playa del Castillo versteckt sich unscheinbar hinter einer steil abfallenden Klippe und ist unser letztes Ziel an diesem Tag, bevor es wieder zurück nach Corralejo zum Tapasessen geht.

Auf jeden Fall sollte man sich ein paar Tage Auszeit im Süden gönnen. Am Weg dorthin zahlt sich ein Ausflug zum Bergdorf Betancuria und den nahegelegenen Cuevas de Ajuy aus. Im Süden angekommen gibt es beim Playa de Sotavento traumhafte Hotels und einen Strand so weit das Auge reicht. Sollte das Wetter einmal nicht hundertprozentig zum Baden einladen, kann man hier stundenlang der Lagune entlang spazieren. Aufpassen muss man nur, dass man nicht ungewollt nass wird, denn bei Flut ist die vorgelagerte Sandbank teilweise überflutet.

Cofete ist der wohl einsamste Strand Fuerteventuras, das liegt wohl daran, dass der Weg dorthin über einen steinigen, recht steilen Bergpass direkt vorbei am höchsten Berg Fuerteventuras dem Pico de la Zarza führt und die Fahrt deswegen ein richtiges Abenteuer ist. Für jemanden, der aus den Alpen kommt und quasi mit solchen Straßen aufgewachsen ist, stellt das kein Hindernis dar und somit konnten wir die Einsamkeit in vollen Zügen genießen.

Fuerteventura überzeugte uns mit seinen langen, teils weißen bis hin zu schwarzen Sandstränden, den holprigen „Straßen“, dem nahezu ununterbrochen von allen Seiten wehenden Wind und den leckeren spanischen Tapas. Die Insel bot trotz der kargen Vulkanlandschaft viele überraschende Sehenswürdigkeiten und ist somit das perfekte Domizil, um dem Winter zu entfliehen.

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1 Kommentar

  1. Die Semesterferien habt ihr wieder optimal genutzt! Wunderschöne Insel!
    Nicht vergessen, Katze einpacken! 😀

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