Wenn man die Überschrift liest und sich den Herbst, so wie ich, als eher triste Jahreszeit mit viel Nebel, Regen und immer weiter in den Keller fallenden Temperaturen vorstellt, ist das nicht der beste Aufhänger für so eine atemberaubende Insel mit ihren unendlichen Möglichkeiten.

Unsere erste Station mit dem Mietauto ist das im Osten der Insel gelegene Cala Mendia. Dies ist ein kleiner Ort mit drei wunderschönen Buchten und außerdem ein guter Ausgangspunt für Tagestouren mit dem Auto entlang der Küste. Hier gibt es kleinere Orte, aber auch Buchten zum Baden zu entdecken. Der Vorteil an einem Besuch im Herbst sind angenehme Temperaturen und Strände, die nicht überlaufen sind. Überrascht hat mich aber am meisten das türkisfarbene Wasser, das ich sonst eher aus der Karibik kenne.

Weiter der Küste entlang Richtung Norden findet man den Cala Mesquida: ein direkt vor Sanddünen gelegener Strand mit tollen Möglichkeiten zum Wandern. Am Weg dorthin lohnt sich auch ein kleiner Abstecher nach Son Servera, einer kleinen, ursprünglichen Stadt, die etwas im Landesinneren gelegen ist. Hier steht die recht unfertige, aber nicht minder spektakuläre Església Nova, welche ich treffender als „Freiluftkirche“ beschreiben würde.

Der nördlichste Punkt unserer Mallorca Rundreise ist Port de Pollença. Hier kann man einen kilometerlangen Sandstrand, tolle spanische Restaurants und perfekte Hotels mit Meerblick genießen. Von hier aus geht die Reise weiter in das Gebirge mit seinen steil abfallenden Küsten im Westen der Insel. Port de Soller ist ein kleineres Dorf in einer für Mallorca typischen Bucht und lädt zum Flanieren und Eisessen ein. Das Ziel des heutigen Tages ist Valdemossa, ein recht unscheinbar wirkendes Bergdorf mit einer historischen Altstadt.

Die Hauptstadt der Insel ist Palma de Mallorca, für viele dürfte es eher der Inbegriff von ausgiebigen Partys am Strand sein. Doch die Stadt hat definitiv mehr zu bieten als Alkohol und zu laute Musik. Angefangen von der kilometerlangen Uferpromenade mit stetigem Blick auf die Kathedrale bis hin zu den vielen verwinkelten Gassen, die sich hier und da zu Plätzen mit kleinen Tapas Bars an allen Ecken öffnen, kann man sich in die Zeit der großen Seefahrer zurückversetzen lassen.



Wunderschön!!!!!🤗